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Kita in Corona-Zeiten

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Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass so ein kleines Virus, mit dem schönen Namen „Corona“ nach Deutschland rollte und uns regelrecht überrollte. Es veränderte alles, auch die Arbeit in unseren Kindertagesstätten.

Ab Mitte März waren alle Kitas geschlossen. In die Notgruppen durften anfangs nur die Kinder kommen, deren beide Elternteile in systemrelevanten Berufen arbeiten und dann auch nur an den Tagen, an denen tatsächlich beide Eltern arbeiten mussten. In der Krippe war es lange Zeit nur ein Kind, in den Kindergärten konnte man die Kinder an zwei Händen abzählen. Das heißt aber nicht, dass das Personal frei hatte und Urlaub machen konnte. Sicher, wir haben nebenher Überstunden und alte Urlaubstage abgebaut. Aber es gab genug Arbeit. Endlich war Zeit, die durch den ständigen Personalmangel liegen gebliebene Arbeiten zu erledigen. Alle Räume wurden gründlich geputzt, das gesamte Spielmaterial durchgesehen, erneuert und gewaschen. Viel Schreibarbeit wurde teilweise auch im Homeoffice erledigt. Ostern stand vor der Tür und wir konnten nicht zusammen feiern, daher wurden Briefe geschrieben, kleine Geschenke gebastelt oder Mal- und Bastelarbeiten zusammengestellt und an die Kinder, die zu Hause bleiben aber das wesentliche unserer Häuser fehlte: Die Kinder! Ihr Lachen, ihr Singen, ihre unerschöpflichen Fragen, ihre coolen Sprüche, ja, sogar ihr Schreien, Streiten und Toben fehlte. Doch nach und nach durften immer mehr Kinder kommen und als sich im Juni unsere Türen wieder für alle öffneten, war das einfach nur schön.

Natürlich mussten und müssen die Hygieneregeln auch weiterhin eingehalten werden, doch die Kinder lernten überraschend schnell damit umzugehen. Das Händewaschen gleich morgens beim Ankommen ist schon Ritual. Dass wir im Morgenkreis nur noch auf den roten Punkten auf dem Fußboden sitzen, wissen auch schon die Krippenkinder. Die Kindergartenkinder können auch ganz genau erklären, warum Eltern oder Großeltern nicht mehr mit in den „Kindi“ reindürfen. An das Maskentragen haben sich inzwischen auch schon alle gewöhnt. Im September hofften wir noch, dass wir ohne weiteren Lockdown durch den Winter kommen, diese Hoffnung wurde leider nicht erfüllt. Offiziell haben wieder alle Kitas geschlossen!

Doch es besteht Notgruppenbetrieb, d.h. auch jetzt kommen Kinder, deren Eltern arbeiten müssen und keine andere Möglichkeit der Betreuung finden, in unsere Einrichtungen. In die Krippe kommen täglich 9 bis 18 Kinder, in den Burlafinger Kindergarten 2 bis 9 Kinder und die Pfuhler Kindergärten betreuen bis zu 35 Kinder. Für das Personal besteht normale Arbeitszeit. Im Januar wurde noch einmal alles durchgeputzt und wer nicht in den Gruppen arbeitet, ist im Homeoffice. Dort werden z.B. kleine Aufgaben oder „Überraschungstüten“ für die Kinder, die zu Hause sind, vorbereitet, die dann verteilt werden, damit auch weiterhin der Kontakt zu den Kindern und Eltern bestehen bleibt.

Denn: „Wir vermissen euch.“ Auch Fortbildungen oder Konferenzen finden nach wie vor statt, jetzt eben als Online- oder Video-Veranstaltung.

An dieser Stelle auch Ihnen, liebe Eltern, alle Hochachtung für den Spagat den Sie täglich zwischen Arbeit, Familie und Kinderbetreuung leisten müssen.

Herzlichen Dank auch für Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Wir alle hoffen, dass in absehbarer Zeit eine gewisse Normalität in den Alltag einkehrt.

Sigrun Buchner

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