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Pfingsten – Gottes Geist, komm!

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“Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.” (Sacharja 4,6b)

Pfingsten gehört zu den christlichen Hochfesten und führt neben Weihnachten und Ostern doch ein Schattendasein. Der Gottesdienstbesuch an Pfingsten war im Vergleich zu den anderen Festen bislang der geringste. Dafür gab es schon ab Freitagnachmittag vor Pfingsten Staumeldungen für die Autobahnen. Die Pfingstferien wurden gerne genutzt für einen Familienurlaub im Süden, vielleicht am Gardasee oder gar noch weiter weg.

Dieses Jahr ist nun alles anders. Wegen der Corona-Pandemie gilt noch eine Reisewarnung bis Mitte Juni. Das bedeutet also: Pfingsturlaub in Gardenien oder auf Balkonien!

Gottes Geist weht, wo er will. Er kann uns auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon erreichen. Denn wir brauchen ihn in dieser Zeit dringender denn je. Ich nenne nur ein paar wenige Beispiele.

Wir brauchen einen Geist der Brüderlichkeit. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass wir alle voneinander abhängig sind, und zwar weltweit. Nun gilt es die Güter dieser Erde, auch medizinische Behandlungsmöglichkeiten gerecht aufzuteilen. Die Krise darf nicht zu einer größeren Spaltung unserer Gesellschaft und der ganzen Welt führen.

Ein Geist der Erkenntnis wird uns helfen zu unterscheiden, was wirklich wichtig ist im Leben. Vermutlich kommen wir auch wunderbar mit nur der Hälfte aller sonst üblichen Flugreisen aus. Doch was bedeutet das für Menschen, die in der Tourismusindustrie gearbeitet haben, für Stewardessen, deren Flugzeuge am Boden parken? Hier brauchen wir neue Ideen und einen weiten Horizont. Kann man das Rad der Geschichte noch einmal zurückdrehen in eine Zeit, in der Flugreisen Luxus und Seltenheit waren? Die Natur und das Klima würden es uns danken.

Viele Menschen warten jetzt auch auf den Geist der Wahrheit. Die Informationen zur Corona-Lage verwirren uns. Wie kann das Virus eingedämmt werden? Wie gefährlich ist es wirklich? Welche Maßnahmen sind nötig und welche übertrieben? Ich wünsche mir sehr, dass nun wieder mehr Ruhe und Zuversicht einkehren. Dass mehr Wissen gesammelt wird über das Virus und auch schließlich Gegenmittel oder Impfmöglichkeiten erforscht werden.

Große Veränderungen kommen nicht durch Macht und Gewalt, sie kommen wie ein Windhauch oder durch einen Geistesblitz.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Pfingstfest!

Ihre Pfarrerin Katja Baumann

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