Griesmayerstraße 63, 89233 Neu-Ulm

Predigtgedanken zum 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther, 15. Kapitel

Der HERR ist auferstanden, Halleluja!
Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!


Wochenspruch für die neue Woche:
„Christus sprich: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig
von Ewigkeit zu Ewigkeit
und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

(Offenbarung an Johannes 1,18)

Liebe Gemeinde,

gibt es eine Zeit nach Corona? Ja, die gibt es! Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat sich mit dieser Frage auch im Sonntagsblatt beschäftigt. Im Rückblick, wenn wir uns etwa vorstellen, es sei schon das Jahresende 2020, werden wir uns wundern, wie sehr sich die Welt gewandelt haben wird. Es gibt kein Zurück mehr in die Zeit vor Corona, die Krise hat uns alle und diese Welt verändert, aber es gibt eine Zukunft, die wir jetzt schon beginnen zu gestalten! Ich fange an, mir diese Zukunft auszumalen: In dieser zukünftigen Welt hat die Natur eine Verschnaufpause hinter sich und die Menschen nehmen den Klimaschutz endlich ernst. Die Anzahl der Dienstreisen ist auf ein Minimum geschrumpft, weil in den Firmen gelernt wurde, dass sich auch über Video-Konferenzen sehr viel klären lässt. Die Pöbeleien vom Jahresbeginn in den Fußballstadien haben ein Ende genommen; als die Menschen endlich wieder Sportveranstaltungen besuchen können, fallen sie sich freudig in die Arme und feiern. Familien sind näher zusammengerückt durch regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten und Spieleabende. Sie konnten spüren, wie schön und wie wichtig der Zusammenhalt ist. Populisten und Politiker, die spalten und Menschen gegeneinander aufhetzen, konnten nichts zur Überwindung der Krise beitragen. Sie verschwinden in unserem Land in der Bedeutungslosigkeit und werden in anderen Ländern nicht mehr in verantwortliche Ämter gewählt. Gehetzte Menschen jeder Altersgruppe haben zur Ruhe gefunden. Sie kennen wieder den Wert eines Spazierganges, nehmen öfter ein Buch in die Hand und empfinden große Freude an den kleinen Dingen des Lebens.

Ostern ist eine Zeitenwende. Als der Apostel Paulus um das Jahr 55 nach Christus an die junge Gemeinde in Korinth schrieb, reagierte er auf Zweifler in den eigenen Reihen. Menschen bekannten sich zu Christus und hielten sich doch nur an den Rabbi Jesus, wie er im Leben gewirkt, geheilt und vom Reich Gottes erzählt hat. Paulus stellt klar: Das reicht nicht aus. Die zentrale Botschaft des Glaubens ist größer, sie geht tiefer und betrifft uns existentiell. Christus hat den Tod überwunden. Er ist auferstanden von den Toten, als Erstling, und auch wir werden auferstehen.

12 Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?
13 Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden.
14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.
25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm 110,1).
26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.

Auf unserer Osterkerze 2020 ist ein Baum abgebildet. Grün und saftig sind seine Blätter. Er streckt sich zum Himmel empor, dort, wo das Alpha und Omega stehen. Dieser Baum gründet sich auf die Farben des Regenbogens. Der Regenbogen ist das biblische Hoffnungszeichen. Trotz Sintflut gibt es Hoffnung und Leben. Die Welt hat sich für Noah verändert, aber sie ist nicht vergangen. Viele Kinder haben in diesen Tagen Regenbögen gemalt und in die Fenster gehängt. Auch die Corona-Krise wird vorübergehen. Das Leben wird siegen!
Amen.


Predigtlied:
Wir stehen im Morgen KAA 0153

1. Wir stehen im Morgen. Aus Gott ein Schein durchblitzt alle Gräber.
Es bricht ein Stein. Erstanden ist Christus. Ein Tanz setzt ein. Halleluja!
2. Ein Tanz, der um die Erde und Sonne kreist, der Reigen des Christus, voll Kraft und Geist,
der Tanz, der uns alle dem Tode entreißt. Halleluja!
5. Am Ende durchziehn wir, von Angst befreit, die düstere Pforte, zum Tanz bereit.
Du selbst gibst uns, Christus, das Festgeleit. Halleluja!

Weitere Lieder für Ostersonntag von unserem Posaunenchor, finden Sie hier!


Fürbittengebet:
Gott des Lebens, Durchbrecher aller Bande, Du hast die Schlüssel des Todes und der Hölle. Mit der Auferstehung Deines Sohnes machst Du uns Hoffnung auf die Weite Deines Himmels. Stärke unseren Lebensmut, steh uns allen bei in dieser Zeit, schenke uns die österliche Freude! Amen

Vaterunser


Der Segen des lebendigen Gottes, der den Tod überwunden hat und herrscht in Ewigkeit, komme über uns und bleibe bei uns jetzt und allezeit

Ihr Pfarrerin Katja Baumann


Weitere Abkündigungen zum Ostersonntag finden Sie hier.

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